Jugendhilfe und Schule

Im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises bietet das ZKJF sozialpädagogische und Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen: „Übergangsmanagement“, „Sozialarbeit in Schulen“ und „Pakt für den Ganztag“ an. Im ZKJF arbeiten erfahrene Fachkräfte im „Übergangsmanagement“ an den verschiedenen Schnittstellen in der Kinder- und Jugendhilfe.

 

Sozialarbeit in Schulen

Im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises setzt das ZKJF auch die sozialpädagogische Arbeit an 22 weiterführenden Schulen und an 5 Grundschulen um. Durch „SiS“  steht ein ortsnahes, lebensnahes und dezentrales sozialpädagogisches Angebot  zur Verfügung, ist in der Lebenswelt und am Sozialraum der Schülerinnen und Schüler vor Ort präsent und ist zugleich ein wichtiger Netzwerkpartner für andere Institutionen und Akteure der Jugendhilfe. „SiS“  gibt es seit 1997 und wird an allen Haupt- und Realschulen, integrierten und kooperativen Gesamtschulen sowie an den beiden Beruflichen Schulen des MKK durchgeführt. Unsere Hauptarbeitsinhalte sind die Beratung und Begleitung von Schülern in Krisen, Konflikten und der Berufsorientierung, sowie Soziales Lernen in Gruppen und Klassen. Darüber hinaus unterstützen wir Schüler, Eltern und Lehrer bei Schulabsentismus.

 

Koordination Jugendhilfe und Schule

Die Koordination Jugendhilfe und Schule unterstützt Mitarbeiter des Regionalen Sozialen Dienstes im Jugendamt sowie Lehrer der allgemeinen Schule und der Beratungs- und Förderzentren im gesamten Main-Kinzig-Kreis an der Schnittstelle Schule/Jugendhilfe.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Beratung von Familien mit Kindern im Grundschulalter, aufgrund deren Verhaltensweisen schulisch ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich der emotional-sozialen Entwicklung festgestellt wurde.  Die Koordination organisiert und unterstützt die notwendigen Abläufe, um für diese Kinder geeignete schulische und Jugendhilfe betreffende Maßnahmen zu finden und die Aufnahme in die kooperative Maßnahme “Schule  für Erziehungshilfe“  zu gewährleisten.
In einem auf maximal zwei Jahre ausgelegten Unterstützungsangebot in der „Auszeitklasse“ soll in enger Vernetzung mit der Tagesgruppe eines Jugendhilfeträgers nach §32 SBG VIII  die drohende Exklusion aus dem Regelschulbereich verhindert werden, sowie der Verbleib in der Familie  gesichert, soziales Lernen und Gruppenfähigkeit gefördert werden.

 

Übergangsmanagement KiSch

Das Kooperationsangebot KiSch (Übergang Kindergarten-Schule) des MKK und des Staatlichen Schulamtes ist ein Unterstützungsangebot, dass die Kooperation von Grundschulen und Einrichtungen der Kinderbetreuung im MKK unterstützt, fördert und weiter entwickeln soll.
Mit gut abgestimmten und vernetzten Angeboten von Fortbildungen sowie fachlichen und systembezogenen Beratungen soll die Kooperation, die für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung erforderliche Intensivierung, Verstetigung und längerfristige Absicherung der Zusammenarbeit von vorschulischen Einrichtungen und Grundschulen und der weiteren Beteiligten (z. B. Eltern und außerschulische Kinder-und Jugendarbeit) unterstützen. Grundlage der Beratungen ist der Bildungs- und Erziehungsplan, der den Rahmen für eine frühe, nachhaltige, individuelle und intensive Förderung der Kinder gibt.

 

Übergangsmanagement Schule-Beruf

Im ZKJF ist das Übergangsmanagement Schule Beruf als Stabsstelle im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises verortet. Es zeigt individuelle Wege zum Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt auf, koordiniert Angebote (Projekte, Maßnahmen etc.) und arbeitet mit Kooperationspartnern auf Augenhöhe zusammen. Das Übergangsmanagement ist ebenso Clearingstelle, wenn es um drohenden Ausbildungsplatzverlust geht.
Eine frühzeitige Berufsorientierung durch ein in der Region stark vernetztes Übergangsmanagement soll eine passgenaue Perspektive sichern. Die bestehenden regionalen Netzwerke zwischen Schulen, Jugendamt, Vertretern der Wirtschaft, Kammern, Verbänden, Städten, Gemeinden und Bürgern werden kontinuierlich ausgebaut, um jedem ein effizientes und zielorientiertes Übergangsmanagement zu ermöglichen. Die Arbeitsweise im Übergangsmanagement Schule Beruf ist konform mit der landesweiten Strategie OloV („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule Beruf in Hessen“). Das ZKJF ist Steuerungsmitglied sowie OloV Koordinierungsstelle des Main-Kinzig-Kreises.

 

Qualifizierte Ausbildungsbegleitung

Die Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) unterstützt Jugendliche, Betriebe, Berufsschulen und Eltern dabei, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen. Sie  hilft durch professionelle Beratung und Begleitung, drohende Abbrüche abzuwenden oder – sollte dies nicht mehr möglich sein – eine tragfähige Anschlussperspektive zu erarbeiten.
Die Ausbildungsbegleitung unterstützt bei Konflikten in der Ausbildung und bietet in Zusammenarbeit mit Betrieben, Berufsschulen, Kammern und weiteren Unterstützungsangeboten eine wirksame Begleitung für Auszubildende an.
QuABB bietet regelmäßig Sprechzeiten an und ist telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. Die Beratung ist immer anonym und kostenlos. Für weitere Informationen besuchen Sie die QuABB-Website www.quabb-hessen.de.

 

Pakt für den Ganztag

Um Schülerinnen und Schülern an Grundschulen sowie an Grundstufen der Förderschulen ein verlässliches ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot machen zu können, hat das Land Hessen mit dem Schuljahr 2015/2016 den sogenannten „Pakt für den Ganztag“ gestartet. Das Land Hessen und der Schulträger (Main-Kinzig-Kreis) verantworten ein integriertes und passgenaues Bildungs- und Betreuungsangebot. Ziele sind Bildungsgerechtigkeit, individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Eltern. Das ZKJF wurde vom Kreis beauftragt, die Schulen und Fördervereine, die den „Pakt“ umsetzen möchten, dabei zu unterstützen. Zur Zeit beteiligen sich vier Grundschulen im Main-Kinzig-Kreis am „Pakt für den Ganztag“.